ERNST-KIRCHWEGER-HAUS

End of Stunk

Stadtleben | Martina Stemmer | aus FALTER 05/07 vom 31.01.2007

Die EKHler sind in Sachen Eigenheim schon ein ganzes Stück weiter als die Punks von der Mariahilfer Straße: Dass sie im seit 1990 besetzten Ernst-Kirchweger-Haus bleiben können, ist inzwischen fix. Die Autonomentruppe hat sich ihren heruntergekommenen Kasten hart erkämpft. Als die KPÖ das Haus in der Favoritner Wielandgasse vor drei Jahren an den Securitydienst-Besitzer Christian Machowetz um 600.000 Euro verscherbelt hatte, sah es nicht gut aus für das antifaschistische Zentrum. Nachdem die EKHler sämtliche Räumungsklagen ignoriert hatten, kam ihnen die Stadtregierung schließlich zuhilfe.

Machowetz, dessen Verbindungen zur rechtsradikalen Szene EKH-Aktivisten aufdeckten und der eine Klage wegen Rufschädigung gegen die Autonomen verlor, verkaufte das Haus schließlich um 1,7 Millionen Euro an eine Tochter der gemeindenahen Baufirma Porr. Der Fonds Soziales Wien (FSW) vermittelt seitdem im Auftrag der Stadt zwischen Eigentümern und Besetzern - was offenbar ein knallharter Job ist:


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