Asiatisch Denksporteln

Stadtleben | Martina Stemmer | aus FALTER 05/07 vom 31.01.2007

FREIZEIT Vom wunderlichen Ältere-Herren-Hobby zur hippen Jugendfreizeitbewegung: So viele Go-Spieler unter fünfzig gab's noch nie in Wien.

Schuld ist ein Bub mit gemeschten Stirnfransen und der Zahl fünf auf dem Leiberl: Hikaru hat Rainer Stowasser und Christian Anderson jede Menge neue Mitspieler verschafft. Die vor kurzem auf Deutsch erschienenen Abenteuer des japanischen Comichelden, der praktisch über Nacht zum Profi-Go-Spieler wird, weil sich ein Geist in seinem Kopf eingenistet hat und seitdem eine Zahl ("fünf" heißt auf Japanisch "go") auf der Brust spazieren trägt, haben einen mittleren Go-Boom ausgelöst. "Früher kannten wir so gut wie jeden Spieler in Wien persönlich, inzwischen ist das anders. Es kommen jetzt sehr viele junge, die dieses Manga gelesen haben", sagt Stowasser, der sich seit zwanzig Jahren mit dem aus China stammenden Brettspiel beschäftigt und Obmann des Wiener Go-Verbandes ist.

Im verrauchten Hinterzimmer des Wiedner Billardcafé am Naschmarkt ist Mittwoch


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