In Kürze

Steiermark Kultur | aus FALTER 06/07 vom 07.02.2007

OPERNREIGEN Die Idee war gut, doch die Welt nicht bereit. Die Zusammenarbeit der Grazer Oper mit vier jungen Komponistinnen und Komponisten der Kunstuni sowie dem Gewinnerteam des Bühnen-und Regiewettbewerbes "ring.award.05" im "Opernreigen der Zukunft", der am Samstag Premiere hatte, wurde von Misstönen begleitet. Regisseurin Anna Malunat und Bühnenbildner Jan Kattein zogen im letzten Moment ihre Namen von der Produktion zurück, nachdem Opernintendant Jörg Koßdorff in die Inszenierung eingegriffen hatte. Koßdorff fand harsche Worte für das junge Team, das "nicht fähig" gewesen sei, auf die Bedürfnisse der Komponisten einzugehen.

MUSCIAL Mit einem "kulturpolitischen Defizit" erklärte Kulturstadtrat Werner Miedl vergangene Woche die Notwendigkeit des neuen Grazer Musical Festivals, das erstmals von 9. bis 26. August - unter anderem mit Frank Wildhorns Blutsauger-Spektakel "Dracula" - über die Kasemattenbühne gehen wird (siehe "Falter" 5/07). 100.000 Euro ist Miedl das Festival jährlich wert, der Kulturbeirat wurde erst nachträglich informiert. Proteste seitens der Kulturschaffenden, der SPÖ, der KPÖ und der Grünen blieben nicht aus, dennoch aber ohne Konsequenz. Nur die "Kronen Zeitung" fand's top. Kein Wunder, als Medienpartner des Festivals.

KULTURPOLITIK "Zwischen Eventkultur und Dilettantismus" ist eine Vortrags-und Diskussionsveranstaltung der Akademie Graz betitelt (10.2., 17 Uhr), die sich im Kulturzentrum bei den Minoriten aktuellen kulturpolitischen Fragestellungen widmet. Geladen sind "Zeit"-Feuilletonchef Jens Jessen, -Aktivistin Margarethe Makovec, Lentos-Direktorin Stella Rollig und Gerhard Ruiss von der IG Autorinnen und Autoren. Moderation: Thomas Wolkinger ("Falter").


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