In der Hölle

Steiermark Politik | aus FALTER 06/07 vom 07.02.2007

FLÜCHTLINGSHILFE Panikattacken, Flash-Backs: Viele Flüchtlinge sind traumatisiert, in der Steiermark sorgt sich der Verein Zebra um ihre Betreuung und bekommt dafür jetzt den Menschenrechtspreis. Trotzdem steht das Projekt vor dem Aus.

Die beiden Tschetscheninnen versteckten sich im Zugklo, weil sie nicht genug Geld für eine Fahrkarte hatten, und schlugen sich mit ihren Kleinkindern nach Graz durch. Im Büro des Flüchtlingsvereins Zebra baten sie um Hilfe. Die beiden Frauen waren vor dem Krieg in ihrer Heimat geflohen und litten unter Panikattacken und Schlafstörungen, ebenso ihre Kinder. Doch in der Obersteiermark, wo sie in einem Asylheim untergebracht waren, gab es für sie keine psychotherapeutische Behandlung. "Da haben wir gewusst, dass wir für die traumatisierten Flüchtlinge in den Regionen etwas unternehmen müssen", sagt Ingrid Egger.

Die Psychotherapeutin arbeitet seit 1996 bei Zebra, seit 2002 leitet sie auch die Betreuung für Folteropfer, die in Asylheimen auf dem Land


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