Liebe Leserin, lieber Leser!

Vorwort | Klaus Nüchtern | aus FALTER 06/07 vom 07.02.2007

Es ist nun nicht so, dass wir Kolleginnen und Kollegen, die in den wohlverdienten Urlaub gehen, schlecht nachreden würden. Wäre ja blöd, denn jeder geht mal auf Urlaub, übers Jahr gesehen gleicht sich ja alles eh wieder aus. Wir Hiergebliebenen entwickeln auch keinen Neid jenen gegenüber, die sich davon machen, weil's anderswo wärmer ist, und sich in Flugzeuge nach Argentinien, Belize oder Indien setzen, weil ihnen das wunderbare Waldviertel oder eine Zugfahrt nach Udine nicht genug sind und sie lieber mit ihrem Gefliege weiterhin die Atmosphäre schädigen, damit es dann das nächste Mal gleich Blizzards überm Donaukanal gibt, worauf sie dann wieder Fernreisen buchen usw., usf.

Wir bleiben und kämpfen lieber. Zum Beispiel dafür, dass sich die Innenstadt dem Zentralfriedhof nicht allzu sehr angleicht. Seit Wochen perlt Jan Tabor, der voller lokal auslebbarem Tatendrang ist, das Wort "Funeralästhetik" von den Lippen. Damit Tabor auch von Menschen außerhalb des Bestattungswesens


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