STANDPUNKT

Lauter Lavendel

Politik | aus FALTER 06/07 vom 07.02.2007

Die Arbeit des Eurofighter-Untersuchungsausschusses in Ehren: Zu Recht wird dort mithilfe von Sachverständigen und Exverantwortlichen durchleuchtet, unter welchen Bedingungen der milliardenschwere Kampfjetvertrag zustande kam. Und zu Recht regen sich der Vorsitzende Peter Pilz und seine rot-grün-blauen Mitstreiter auf, wenn nun Akten, die näher Auskunft geben könnten, verschwunden sind oder sich Abgesandte der Herstellerfirma EADS mit Ausreden der Aussage entschlagen wollen. Doch sobald die Abfangjägerjäger selbst zu einer adäquateren Luftraumüberwachung befragt werden, wird's peinlich. Zuletzt gesehen in der ORF-Sendung "Offen gesagt": Zuerst weinte der SPÖ-Abgeordnete Günther Kräuter den geleasten Schweizer F-5 nach, die die Eidgenossen selbst bald wegen Altersschwäche ausrangieren werden. Dann wollte der rote Rechnungshofsprecher die EU-Grenzländer dazu vergattern, unseren Himmel mitzusichern. Schon vergessen, dass das großteils Nato-Staaten wären, mit denen die neutralitätsverliebten Genossen sonst nichts zu tun haben möchten? Zu guter Letzt beklagte Kräuter noch den Klimawandel und die Schadstoffe, die der Eurofighter ausstößt. Bei den Kfz war die Autofahrerpartei SPÖ nie so heikel. Und der von den Roten jahrelang favorisierte schwedische Gripen hätte wahrscheinlich nur Rosenduft produziert. Oder vielleicht gar Lavendel. N. W.


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