Der Bauer als Visionär

Politik | Julia Ortner Und Nina Weissensteiner | aus FALTER 06/07 vom 07.02.2007

ÖVP Der neue schwarze Chefideologe Josef Pröll schart Experten und Nachwuchshoffnungen um sich, weil er der als verzopft verschrienen Partei ein neues Image verpassen soll. Wie kriegt Pröll die ÖVP flott? Und warum muss ausgerechnet der Bauernbündler dieses schwierige Feld beackern?

Wer hier Platz nimmt, kann einiges über sich und die österreichische Seele lernen: In einer kleinen, mit Werken von Adler, Freud und Jung vollgestopften Wohnung in der Weihburggasse ordiniert Rotraud Perner. Auf der cremefarbenen Couch der Sexualtherapeutin klagen schwule Familienväter über ihr anstrengendes Doppelleben, brechen Mütter lesbischer Töchter in Tränen aus und suchen Endzwanziger Rat, wie sie jetzt endlich ihr Coming-out bewerkstelligen sollen. "Es ist immer dasselbe", sagt Perner und schüttelt den Kopf, "auf gleichgeschlechtliche Liebe reagiert das soziale Umfeld mitunter heute noch wie in einer Schnitzler-Tragödie, in der es vor Doppelmoral nur so trieft. Die Leute hören das Wörtchen


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