"Bin mein Geld wert"

Politik | Gerald John | aus FALTER 06/07 vom 07.02.2007

EU Klosterschüler, Marxist, Europafan: Der Abgeordnete Herbert Bösch kämpft in der EU gegen Korruption. Ab sofort an vorderster Front.

German S' ma drü!": Die Kellnerin im Wiener Café Eiles schaut etwas ratlos, als der Gast um drei Euro Wechselgeld bittet. Herbert Bösch gibt eben gerne den bodenständigen Vorarlberger - und ist doch mehr Europäer als die meisten anderen Politiker. Seit dem Beitritt Österreichs vor zwölf Jahren sitzt der nun 52-Jährige als Abgeordneter im Europäischen Parlament. Nicht zu Unrecht, wie er selbst meint: "Ich schäm mich nicht für meine Arbeit", sagt Bösch, "ich bin mein Geld wert."

Ein paar Kollegen sehen das offenbar ähnlich. Vergangene Woche wurde der Sozialdemokrat als erster Österreicher zum Chef eines Ausschusses im Europaparlament gewählt. Bösch darf nun an vorderster Front mit "der stärksten Waffe" hantieren, die den Volksvertretern in Straßburg zur Verfügung steht.

Haushaltskontrollausschuss - das Gremium hat einen trostlosen Namen,


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