Knecht

Jungtierpassage

Politik | Doris Knecht | aus FALTER 06/07 vom 07.02.2007

Das Jungtier, erklärt Klein beim Mittagessen, das Jungtier also schleppt seine Jungtierkrankheiten aus dem Jungtierrudel in den heimischen Stall und ruiniert damit seine Alten, und das nenne man "Jungtierpassage"; aber ich lausche Kleins Ausführungen nur fragmentarisch, der Rest geht in meinem Gerotze und Genieße unter. Zum Wohl, sagt Klein, aber mir sind die heimgeschleppten Schnäuz-und Hustviren noch die liebsten, im Gegensatz zu allen Formen von Magen-und Darmviren, die beim Kindergartenkind in etwa bewirken, dass es ein wenig über Bauchweh klagt und einmal kurz die Nudeln mit nichts retourniert, dann hüpft es munter wieder in den Kindergarten, während sein Personal sich im häuslichen Lokus einquartiert und daraus zwei bis vier Tage lang Würge-und andere Geräusche erschallen lässt. So ein kleiner Schnupfen hat entschieden seine Qualitäten; zum Beispiel hindert er einen nicht daran, sich zum Mittagessen mit Rudi Klein zu verabreden, der Suppe isst und sich bemüht, nicht in


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