"Was geht Sie das an?

Kultur | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 06/07 vom 07.02.2007

THEATER Odeon-Chef Erwin Piplits wehrt sich erbittert gegen die Reformpläne des Wiener Kulturstadtrats. Die Fronten sind verhärtet. Vorigen Mittwoch um halb zehn am Abend war Erwin Piplits glücklich. Nach der Premiere seiner neuen Inszenierung "Com di com com" stürmte der 67-jährige Regisseur auf die Bühne, leichtfüßig und strahlend wie ein Bub, der zu einer Siegerehrung gebeten wird. Doch die Momentaufnahme täuscht. Eigentlich ist Erwin Piplits seit Jahren ausgesprochen schlecht gelaunt.

Genauer gesagt: seit Frühjahr 2003. Damals wurde eine im Auftrag des Kulturamts erstellte Studie mit Reformvorschlägen zur Förderung der Wiener Off-Theater veröffentlicht - der Startschuss zur "Wiener Theaterreform". Einer der zentralen Punkte der Reform ist die Abschaffung der "Intendanz auf Lebenszeit"; nach dem neuen Konzept soll die Leitung der von der Stadt geförderten Bühnen alle vier Jahre neu ausgeschrieben werden. Piplits, seit 1988 Prinzipal des Odeon in der Taborstraße, fühlte


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