Silentium!

Kultur | Carsten Fastner | aus FALTER 06/07 vom 07.02.2007

MUSIK Jahrelang waren die Dommusiker in St. Stephan zerstritten. Nun soll der neue Domkapellmeister Markus Landerer die Krise beenden - und nebenbei jede Woche Dutzende von Gottesdiensten gestalten.

Gehet hin in Frieden", sagt der Prälat, "Dank sei Gott, dem Herrn", antwortet die Gemeinde. Wenn der Dirigent Markus Landerer, sein Chor und sein Orchester ihre Aufführungen beenden, bekommen sie keinen Applaus, sondern Gottes Segen. Ganz vorne im rechten Seitenschiff des Wiener Stephansdomes hat Landerer seinen Arbeitsplatz, hier hat er zum Hochamt vergangenen Sonntag vor rund eintausend Zuhörern die "Hieronymus-Messe" von Michael Haydn geleitet, eine überaus hörenswerte Rarität aus dem späten 18. Jahrhundert in der einzigartigen Besetzung für Chor und Solisten, vier Oboen, zwei Fagotte, drei Posaunen, Kontrabass und Orgel. "Ich hätte ja schon gern noch ein Cello dazugenommen, um den Klang etwas ausgewogener zu machen", sagt Landerer, "aber natürlich haben wir uns dann doch an Haydns


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