Die Lehre der fünf Suppen

Stadtleben | Florian Holzer | aus FALTER 06/07 vom 07.02.2007

NEUES LOKAL Quereinsteigen ist gerade ziemlich angesagt. Suppen auch und die Lehre der fünf Elemente ebenfalls. Das Beispiel einer schönen Quersumme.

Wenn man hört, dass jemand in seinem früheren Beruf total unglücklich war und deshalb begann, Suppen nach der chinesischen Lehre der fünf Elemente zu kochen, ist das normalerweise ein erstklassiger Anlass für den akuten Fluchtreflex. Außer bei Andrea Scholdan, denn einerseits ist ihre Geschichte dann doch viel zu interessant, als dass man nicht zuhören wollte, außerdem eröffnete sie vor kurzem den wahrscheinlich hübschesten Suppenladen der Stadt, und drittens schmecken ihre Suppen einfach wahnsinnig gut. Trotz der fünf Elemente oder wegen oder egal.

Andrea Scholdan war Ärztin, erfolgreich und dynamisch, merkte dann aber irgendwann, dass sie ihr Job nicht nur fertig, sondern auch krank machte. Schulmedizin schlug nicht so wirklich an, weshalb sie Rat bei der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) suchte und fand, sich mit der

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