Wem der Wohlstand gehört

Politik | Markus Marterbauer | aus FALTER 07/07 vom 14.02.2007

WIRTSCHAFT Jeder verdiene so viel, wie er leiste, behaupten die Neoliberalen - ein modernes Märchen. Weniger individuelle Leistung, sondern Hierarchien und Herkunft bestimmen über Arm und Reich. Doch Ungerechtigkeit ist kein Naturgesetz.

Für Neoliberale ist die Frage nach der Gerechtigkeit der Verteilung ganz leicht zu beantworten: Gerechtigkeit schafft der Markt, denn die Einkommen spiegeln die Leistung, die die Einzelnen erbringen, wider. Hohes Einkommen oder Vermögen zeigt, dass jemand erfolgreich ist. Damit stellt sich die Frage nach der Bewertung von Leistungen gar nicht, sie wird anonym vom Markt vorgenommen, und es gibt auch keine politische Dimension ungleicher Einkommensverteilung. Dies bringt der österreichisch-britische Nobelpreisträger Friedrich August von Hayek deutlich zum Ausdruck: "Es ist genauso unsinnig, jemanden für die Einkommensverteilung verantwortlich zu machen, wie jemanden für den Gesundheitszustand der Leute oder für ihre Dummheit oder den Mangel an Schönheit


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