Fernsehen

Medien | Julia Ortner | aus FALTER 07/07 vom 14.02.2007

Spießerdramen im holzvertäfelten Albtraum, wohin du schaust. Unattraktive Typen, die keine haben will und sozial herausgeforderte Einsiedler dürfen einmal im Leben gleichzeitig zwei Frauen anbraten: "Bauer sucht Frau" (ATV, Mi 20.15 Uhr) sieht besonders der Städter mit Landphobie gerne. Auch bei der neuen Staffel des Sozialpornos im ländlichen Milieu kann man sich über dumpfe Bauernschädel aufregen/ abhauen, die ihre zwei Kandidatinnen abwechselnd als Gratismagd einsetzen oder notgeil anquatschen und das "flirten" nennen. Interessant auch, wie die Frauen, auf den ersten Blick relativ normale Durchschnittsmenschen, beim Kampf um ihr Landei immer wieder zu Furien mutieren - da kriegen selbst dröge Typen ihren Reiz, sprich Vierkanthof. Unter die armen Kerle, die ohne Fernsehnachhilfe nie wen abkriegen würden, mischt der Sender allerdings jetzt immer mehr flotte Hechte, Marke Gutsbesitzer und Bauerndiscokönig. Wie diesen Kärntner Feschak, der so viele Interessentinnen hatte, dass er fünf Mädels einladen und drei davon gleich professionell aussortieren durfte - bisher der peinliche Höhepunkt.


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