Bühne ohne Theater

Kultur | Nicole Scheyerer | aus FALTER 07/07 vom 14.02.2007

KUNST Noch ein Offspace: Bernhard Cella hat einen besonderen Buchladen als Kunstprojekt eröffnet.

Was hat ein Künstler auf der Frankfurter Buchmesse verloren? Bernhard Cella hat sich dort letztes Jahr einen Stand gemietet. In der vollen Kunstbuchhalle standen ihm für 2000 Euro Miete vier Quadratmeter zur Verfügung. "Die hab ich aber auch entsprechend inszeniert", bemerkt der 1963 geborene Wiener stolz. Cella bot im Endeffekt aber nichts anderes als die 14 Publikationen an, die er bisher produziert hat. Mit unerwartetem Erfolg, denn ein großer Buchhändler nahm die Titel in sein Programm auf. "Ich trat auf der Messe als Autor, Künstler, Herausgeber und Verleger in einem auf, das hat die Leute schon irritiert."

Verwirrend ist auch der Salon für Kunstbuch, den Cella kürzlich zusammen mit Bernd Neuhart eröffnet hat. Wer durch die beschauliche Mondscheingasse in Neubau schlendert, trifft in deren Knick auf einen ungewöhnlichen Laden. Beim Betreten fallen als Erstes zerschnittene Schachteln


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