Sphinx im Dienst

Kultur | Michael Pekler | aus FALTER 07/07 vom 14.02.2007

FILM Mit "The Good Shepherd" erzählt Robert De Niro die Geschichte eines der Gründungsväter des mächtigsten Geheimdienstes der Welt.

Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe." Was Jesus im Evangelium nach Johannes von sich behauptet, will so gar nicht auf jenen Mann im grauen Anzug passen, der sich im Dienste der CIA um seine Freunde kümmert, die von den Feinden nicht immer leicht zu unterscheiden sind. Dennoch hat man am Ende von "The Good Shepherd" das Gefühl, es wäre im Grunde sein größter Wunsch, tatsächlich für alle seine Agentenschäfchen ein guter Hirte zu sein. Wenn man ihn denn ließe.

"The Good Shepherd" ist Robert De Niros zweite Regiearbeit nach fast 15 Jahren. "The Bronx Tale" erzählte damals, deutlich an den Arbeiten Martin Scorseses geschult, in leicht nostalgischem Ton von der Beziehung eines Gangsters zu einem kleinen Buben aus der Nachbarschaft, vom Verhältnis der Generationen in den Sechzigerjahren und vor allem von der alten


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