OHREN AUF!

"Sag nein zu mir"

Kultur | Gerhard Stöger | aus FALTER 07/07 vom 14.02.2007

Im deutschen Schlager kann alles ganz einfach sein. Singt die Münchener Freiheit etwa: "Ohne dich schlaf ich heut Nacht nicht ein/ohne dich fahr ich heut Nacht nicht heim/ohne dich komm ich heut nicht zur Ruh/das, was ich will, bist du", so lässt das keine Fragen offen, ohne deshalb gleich peinlich zu werden. Sabina Hank hätte auf "Nah an mir" (Universal) zwar einschlägige Songtitel wie "Nimm mir nicht die Liebe weg", "Wein für mich" oder "Weil ich dich liebe" im Angebot; um den Schlager macht die Salzburger Sängerin und Pianistin aber einen großen Bogen und setzt stattdessen auf eine im Jazz geerdete Mischung aus Chanson und Liedermachertum. Musikalisch geht diese Rechnung durchaus auf: Im Trio mit dem Percussionisten Stephan Maass und dem Kontrabassisten Alex Meik eingespielt, bieten sich die zwölf intim arrangierten Lieder als unaufdringlicher Soundtrack für ereignisarm verlaufende blaue Stunden an. Hanks kontrolliert emotionaler Vortrag geht auch in Ordnung, mit ihren aufgesetzt


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