Mit sehr viel Liebe

Kultur | Erich Klein | aus FALTER 07/07 vom 14.02.2007

LITERATUR Vollmundig erzählt Anna Mitgutsch in ihrem jüngsten Roman "Zwei Leben und ein Tag" vom Scheitern - und scheitert selbst.

Großes ist angesagt in "Zwei Leben und ein Tag", dem achten Roman von Anna Mitgutsch: Ehe, Trennung, Tod und Mord. Gleich bei der ersten Begegnung spricht der junge amerikanische Literaturwissenschaftler Leonard, der gerade eine Dissertation über die Figur des Außenseiters bei Herman Melville abgeschlossen hat, die Pathosformel des Buches: "Wer nie versagt hat, dem fehlt es an Größe."

Edith, Schriftstellerin aus Österreich, erinnert sich an den Vernissagenabend in Albany auf schwelgerische Art: "Es war kein rechtes Gespräch, es war, als stünden wir in einem elektrischen Feld, in dem es darauf ankam, mit den richtigen Sätzen seine Haut zu retten." Inzwischen sind dreißig Jahre vergangen und Edith lässt in Form unabgeschickter Briefe an ihren Ex das Leben Revue passieren. Sie ist immer noch bezaubert. Da sind einmal die idyllischen Momente aus der Zeit


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