Spielsucht

Nichts geht mehr

Politik | aus FALTER 07/07 vom 14.02.2007

Herrn H.s "aktive Phase", wie er es nennt, hat sieben Jahre gedauert - obwohl "aktiv" eigentlich das falsche Wort ist. In dieser Zeit hockte er Nacht für Nacht vor Glücksspielautomaten und fütterte sie mit Geld. Dadurch wurde Herr H. sehr einsam, zu Treffen mit Freunden ging er einfach nicht mehr oder flüchtete nach kurzer Zeit, zum Beispiel wenn jemand von einem Urlaub erzählte, der tausend Euro gekostet hatte. "Das hab' ich in einer einzigen Nacht in den Automaten gesteckt." Herr H. ist mittlerweile clean.

Doch rund 18.000 Steirer kämpfen noch mit ihrer Spielsucht, Tendenz steigend. "Vor zwanzig Jahren hatten wir vielleicht zwei Spielsüchtige in Behandlung, die Nachfrage ist enorm gestiegen", sagt Manfred Geishofer vom Suchthilfeverein b.a.s. Er soll nun, im Auftrag des Landes, bis Juni ein Konzept zur Behandlung Spielsüchtiger erstellen und erhebt das Beratungs-und Therapieangebot im Bundesland. Eines kann er bereits sagen: "Das jetzige Angebot könnte locker verdoppelt werden,


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