Spielplan

Kultur | Gregor Schenker | aus FALTER 07/07 vom 14.02.2007

Wie unglaublich flach, unlogisch, reißerisch, effekthascherisch, klischeebeladen und schlichtweg doof Hollywood-Action-Blockbuster wie Con Air, Independence Day und Konsorten sind, fällt einem manchmal erst so richtig auf, wenn man versucht, diese Filme bei einem Bier mit Freunden nachzuerzählen. Genau diesen Effekt benützt Mark Ravenhill in seinem neuen Stück "Das Produkt". Der Autor des Welthits "Shopping and Fucking" lässt den Filmproduzenten James und dessen Idealbesetzung Olivia rund eine Stunde lang ein völlig haarsträubendes Drehbuch erzählen: Geschäftsfrau Amy lernt Moslem Mohamed kennen, entdeckt ihre Sexualität, ihr Loft wird zu einer Terrorzelle, sie muss sich entscheiden und wird selbst zur Super-Djihad-Phantomkommando-Einzelkämpferin.

In der Inszenierung von Eva-Maria Baumeister auf der Probebühne des Grazer Schauspielhauses bringt Daniel Doujenis im schicken Knitteranzug kraftvoll den Monolog des James als alle NLP-Techniken beherrschender Checker vom Dienst. Die


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