Wille zur Stille

Kultur | Hermann Götz | aus FALTER 08/07 vom 21.02.2007

THEATER Zwanzig Jahre dramagraz - das sind zwanzig Jahre von und mit Ernst M. Binder. Ein Gespräch mit dem großen Alten der Grazer Theaterszene aus Anlass seiner Neuinszenierung von Wolfgang Bauers "Magic Afternoon".

Er ist ein Fossil. Ein Dinosaurier. Schon von der Erscheinung her. Die zigarettengraue, zerfurchte Haut, die Mähne mit dem tiefen Haaransatz, die ganze vom Leben nicht nur wohlwollend gezeichnete Gestalt erinnern tatsächlich irgendwie an ein Wesen der Urzeit. "Die Leber ist eigentlich ein dankbares Organ", bemerkt Ernst Marianne Binder beiläufig, "du kannst auch leben, wenn sie nur zu 15 Prozent funktioniert". Binder trinkt keinen Alkohol mehr. Es war keine große Umstellung, wie er meint. Dieser Tage feiert er sein Jubiläum. Seit zwanzig Jahren lebt Ernst M. Binder das forum stadtpark theater, das heute dramagraz heißt. 79 Premieren, 68 davon Ur-oder Erstaufführungen. Binder war von Anfang an dabei. 18 Jahr lang wirkte er an der Literatur-und Featureabteilung beim ORF,


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