Steirerbrauch

Stadtleben | aus FALTER 08/07 vom 21.02.2007

EINGRABEN Der letzte Weg war leicht. Weil der Mario tragen worden ist. Vom Haus, wo die alte Mutter wohnt, sind's loszogen zum Kirchplatz. Einmal um die Mariensäulen, an der Pizzeria Piazza Navona vorbei - "Hallo, Susi!" - und in die Kirchen. Der Pfarrer hat extra viel Weihrauch geben und was gsagt vom Kulturleben im Ort und wie der Mario mit seinem Singen die Welt ein bisserl fröhlicher gmacht hat. Die Ministranten haben blöd glacht wie immer und unter ihren Kutten herumgstochert. Nur die Mädeln in der ersten Reihen haben gweint. Weil der Mariokörper jetzt für immer weg war und der Mariomund keine Witze und keine Busserln mehr hat machen können. Dann haben's die Kisten in den Eisboden versenkt. Mit Kameradschaftsfanfare und Kameradschaftssalve. "Glück auf!" Da haben dann auch die Alten gweint.


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