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Vorwort | Klaus Nüchtern | aus FALTER 08/07 vom 21.02.2007

Manchmal brauchen die Dinge etwas länger, bevor sie ins Bewusstsein der Öffentlichkeit dringen. Über die Auftritte eines Nazi-Barden bei der Burschenschaft Olympia hatte Nina Horaczek schon vor vier Jahren berichtet. Gekratzt hat es damals freilich kaum jemanden. Erst als die Causa im Gespräch mit dem FPÖ-Abgeordneten, Untersuchungsausschussvorsitzenden und Olympia-Burschenschafter Martin Graf bei der "Pressestunde" des ORF aufs Tapet kam, reagierte auf einmal auch die Staatsanwaltschaft (siehe S. 14). Mit den politischen Reflexen scheint es zur Zeit auch bei den Grünen nicht zum Besten bestellt zu sein, die selbst bei grünen Kernthemen wie dem Klimawandel nicht öffentlichkeitswirksam zu reagieren wissen. Julia Ortner und Nina Weißensteiner haben recherchiert und sind zu dem Ergebnis gelangt: Es brodelt, auch wenn der gärende Unmut in der Partei nur von wenigen offen artikuliert wird (S. 10).

Wenig Probleme, öffentlichen Unmut zu generieren, hat derzeit der ehemalige Bawag-Generaldirektor


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