Zweifache Opfer

Politik | Ingrid Brodnig | aus FALTER 08/07 vom 21.02.2007

JUGENDSCHUTZ Eine Juristin soll ihre drei Töchter jahrelang eingesperrt und wie Tiere gehalten haben. So steht es zumindest in den Zeitungen. Im Fall der "Schattenkinder" ist allerdings so vieles zweifelhaft, dass die Geschichte neu erzählt werden muss.

Es gibt Ereignisse, die scheinen schier unvorstellbar. In Oberösterreich soll eine Mutter ihre Kinder sieben Jahre lang eingesperrt haben. In Dunkelheit und zwischen Müllsäcken und Mäusekot haben die Töchter gehaust, Mäuse waren ihre einzigen Spielgefährten. Den Vater, der von Beruf Richter ist, habe die Juristin nicht mehr an die Kinder herangelassen. Erst als das Müllproblem auch den Anrainern auffiel, sei die Polizei eingeschritten und habe die drei Mädchen im Oktober 2005 befreit. Die Mutter sitzt nun in Untersuchungshaft, ihre drei Töchter, heute 14, 18 und 21 Jahre alt, leben in einem Therapiezentrum in Kärnten.

Das berichtete zumindest die Tageszeitung Österreich vor gut einer Woche. Ein Drama hinter der gutbürgerlichen


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