Knecht

Kommt drauf an, was man draus macht

Politik | aus FALTER 08/07 vom 21.02.2007

Bei den Finks gibt man nicht so viel auf Formen, das weiß ich zu schätzen. Wir sind zum Essen eingeladen, und Fink öffnet in gestreiften Pyjamahosen, einem Footballshirt und einem saublöden Tirolerhut, und bis auf den Tirolerhut, der irgendwann auf den Kopf von Finks Tochter wechselt, ändert sich daran den ganzen Abend nichts. Finks Aufzug konterkariert schön das Fink'sche Heim, das man sich ungefähr als 1-Million-Quadratmeter-Loft vorstellen muss, in dem alle dreißig Meter ein Grüppchen ausgesucht schöner Möbel auf einem fantastischen Parkettboden herumsteht und so weiter; es treibt mir unschöne Neidwimmerln auf. Fink flackt auf seiner 100-Meter-Küchen-Lederbank hinterm 100-Meter-Eichentisch, während die schöne Frau Fink kocht, hervorragend übrigens. lmmerhin ist die Akustik scheiße, das kalmiert mich ein wenig. Zudem knallt mir die Fink'sche immer noch eine Dose von diesem Paris-Hilton-Häppchenprosecco hin, hat sie von einem gekriegt, der sich dienstlich die Hilton-Autogrammstunde

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