Kommentar

Oper in Wien: Wünsch dir was

Carsten Fastner | Kultur | aus FALTER 08/07 vom 21.02.2007

Solange es in dieser Stadt keinen Burgtheaterball gibt und solange Anna Netrebko nicht in der Volksoper singt, so lange wird der Staatsoperndirektor auch der wichtigste Direktor des Landes sein. Umso erstaunlicher ist es also, dass der gewesene Kunststaatssekretär Franz Morak sang-und klanglos auf die Gelegenheit verzichtete, vor seinem Abtritt noch rasch einen Nachfolger für den bis 2010 amtierenden Ioan Holender zu berufen (wie er das, fast in letzter Minute, für Burgtheaterdirektor Klaus Bachler und Volksoperndirektor Rudolf Berger getan hat). Zumal die immer nervöser werdende Opernwelt via Medien regelmäßig daran erinnerte, wie wichtig langfristige Planungssicherheit für so ein Opernhaus sei.

Was auch immer hinter Moraks Zurückhaltung stecken mochte, nun wird die neue Kunstministerin Claudia Schmied über Holenders Nachfolge zu entscheiden haben, und das möglichst bald. Dass das spekulative Raunen der letzten Monate derzeit fast ganz verstummt ist, darf vorerst einmal als gutes

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