Fest der Pferde

Carsten Fastner | Kultur | aus FALTER 08/07 vom 21.02.2007

THEMA: OPER Mit Claudio Monteverdis "L'Orfeo" feiert das Theater an der Wien dieser Tage die Geburtsstunde der Oper. Seit 400 Jahren ist die Begeisterung fürs Musiktheater auch in Wien ungebrochen. Für die Zukunft des Genres aber hat die Stadt nicht viel zu bieten.

Das Pferd sei weniger nervös gewesen als er selbst, meinte der Staatsoperndirektor in einer selbstkritischen Rezension seines Auftritts als Kutscher, mit dem er vergangenen Donnerstag den Wiener Opernball eröffnete. Und tatsächlich machte der Gaul eine stoische Miene, während Ioan Holender selbst wie ein Honigkuchenpferd grinste, als er den Einspänner aufs Parkett seines Hauses lenkte. Bis nach Slowenien und Bayern konnte man die Szene live im Fernsehen mitverfolgen; die österreichische Öffentlichkeit wurde darüber hinaus auf den Chronikseiten ihrer Leitmedien auch noch mit biografischen Details zum Pferd versorgt ("Der Wallach Pascha ist 15 Jahre alt, hat Bühnenerfahrung, gilt als ruhig und trägt Gummischuhe, damit

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