Total erfreulich

Kultur | Carsten Fastner | aus FALTER 08/07 vom 21.02.2007

THEMA: OPER Kein Geld, kein Glamour, aber umso mehr Leidenschaft und Witz: Wie zwei Opernfanatiker in der Offszene trotz allem gutes Theater machen.

Markus Kupferblum hat eine Vision. Er träumt vom "totalen Theater", und dieser Traum ist weit weniger bedrohlich, als es zunächst klingen mag. Mit den Mitteln der unterschiedlichsten Künste - von der Commedia dell'Arte bis zum Film, vom Zirkus bis zum Sprechtheater - würde der Wiener Regisseur und Schauspieler gern eine eigene Musiktheatersprache entwickeln, ein neues, adäquates Ausdrucksmittel für die Oper.

Seit zwanzig Jahren läuft Kupferblum seinem Traum hinterher. Und ist damit in bester Gesellschaft. Fernab von Pomp und Glanz der großen Häuser tummeln sich in der gar nicht so kleinen freien Szene Wiens Opernfanatiker mit Köpfen voller Ideen, aber leeren Taschen. Auch die Wiener Theaterreform brachte für sie kaum Änderungen. Einige ohnehin schon etablierte Gruppen wurden zwar durch vierjährige Förderzusagen bessergestellt, andere


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