Stewart O'Nan über Richard Yates

"Die bittere Wirklichkeit des Lebens"

Kultur | aus FALTER 08/07 vom 21.02.2007

Der aus Pittsburgh gebürtige und in Boston aufgewachsene Stewart O'Nan, Jahrgang 1961, zählt - gemeinsam mit Jeffrey Eugenides, Jonathan Franzen oder Rick Moody - zu den wichtigsten US-amerikanischen Schriftstellern der mittleren Generation. Über ein Dutzend Bücher hat der gelernte Flugzeugingenieur verfasst, darunter auch nicht-belletristische wie "Der Zirkusbrand". Sein mit dem William-Faulkner-Award ausgezeichneter Debütroman "Snow Angels" von 1994 (deutsch: "Engel im Schnee", 1997) ist soeben verfilmt worden (u.a. mit Kate Beckinsale; Regie: David Gordon Green), die deutsche Originalausgabe seines jüngsten Romans, "Eine gute Ehefrau" ("The Good Wife") erscheint dieser Tage bei Rowohlt als Paperback.

O'Nan hat sich in seinen Büchern vielfach mit den Auswirkungen von Katastrophen und Gewalt auf das Leben einfacher Leute ("Speed Queen", "Das Glück der anderen", "Halloween") auseinandergesetzt, mitunter kommen seine subtilen Studien der amerikanischen Gesellschaft aber auch ganz


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