Ware Wasser

Kultur | Joachim Schätz | aus FALTER 08/07 vom 21.02.2007

FILM Udo Maurers "Über Wasser - Menschen und gelbe Kanister" setzt die Serie globalisierungsskeptischer Reisedokus made in Austria fort.

Auf einem regennassen Feld in Bangladesch wird binnen Minuten ein Haus aufgestellt: Boden und Dach stehen bereits, nur noch die leichten Schilfwände müssen eingefügt werden, und fertig ist der Innenraum - bis zum nächsten Umzug in ein paar Tagen, wenn die Wassermassen wieder näher gerückt sind.

Es sind vor allem solche einprägsamen, dezent surreal anmutenden Szenen, mit denen Udo Maurer in seinem ersten Kinodokumentarfilm "Über Wasser" und über das Leben mit zu viel und zu wenig dieses Elements berichtet. Im österreichischen Subgenre der Weltenbummlerdoku ("Darwin's Nightmare", "Elsewhere") steht Maurer damit vor allem Michael Glawogger und seinem Programm einer filmischen Sichtbarmachung und Versinnlichung entlegener Lebens-und Arbeitswelten nahe. Kein Zufall: Maurer hat bereits für Glawoggers "Frankreich, wir kommen!" Material beigesteuert,


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