Am Tatort

Stadtleben | Wolfgang Paterno | aus FALTER 08/07 vom 21.02.2007

KRIMINALITÄT Mord und Totschlag: Alexandra Wehner arbeitet seit über dreißig Jahren als Polizeireporterin. Nun erscheint ihr erstes Buch.

Seit Jahrzehnten übt Alexandra Wehner einen Beruf aus, in dem sie Unsagbares in Worten, Sätzen auszudrücken hat. Gerade erzählt sie vom Bericht eines Kollegen, von einem aktuellen, reißerischen Fall aus den Chronikspalten: In die Wohnung einer 89-Jährigen wird an deren Geburtstag eingebrochen. Die Frau erwacht durch den Lärm, ertappt den Mann auf frischer Tat. Am Morgen danach wird die Frau gefunden, erschlagen mit einer Krücke. Erfährt Alexandra Wehner von Fällen wie diesem, kann es leicht passieren, dass sie die Faust auf die Tischplatte donnern lässt. In den dunkelsten Kammern ihres Kopfs finden sich all jene Methoden und Praktiken, die Menschen erfinden, um anderen Menschen das Leben zu rauben, um Menschen in den Tod zu stürzen. Es sind grausige Bilder, über die sie nicht gern spricht. Manchmal schießt ihr, wie sie sagt, trotz allem


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