Frau mit Flow

Stadtleben | Christopher Wurmdobler | aus FALTER 08/07 vom 21.02.2007

STADTMENSCH Wenn sich Doris Mitterbacher Mieze Medusa nennt, gewinnt sie Protestsongcontests, macht Platten oder organisiert Poetry Slams.

Es ist ganz günstig, sich mit Doris Mitterbacher einen Termin am Vormittag auszumachen. Zumindest wenn man ihr zum ersten Mal begegnet. Morgens spreche sie nämlich noch nicht ganz so schnell, sagt die 31-Jährige. Trotzdem findet sie ziemlich rasch ihr rasantes Tempo, sie kommt in den Flow, wie Hip Hop-Menschen sagen. Alles fließt und, genau: Doris Mitterbacher macht HipHop. In diesem Fall nennt sie sich dann Mieze Medusa. Gemeinsam mit dem Musiker Tenderboy, DJ Smi und der Sängerin Violetta Parisini hat sie vergangene Woche den Protestsongcontest gewonnen. "Nicht meine Revolution" überzeugte Publikum und Jury im Rabenhof gleichermaßen - der Rap auf einem reduzierten Beat und mit jazzigem Refrain handelt von bigottem Gutsein, richtet sich gegen Bekehrer, Mitmenschenbehübscher oder Unterschriftenkeiler, die einen in Beugehaft nehmen: "Tut mir leid!


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