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Neo-Kaffeehaus

Stadtleben | aus FALTER 08/07 vom 21.02.2007

Das Café ist keineswegs tot. Im Gegenteil, die Wiener Kaffeehäuser haben nicht nur mit dem Sterben aufgehört, sondern Ex-Kaffeehäuser werden quasi wieder zu ihrer ursprünglichen Bestimmung rückgeführt, und das ist dann mitunter sogar recht gut. Etwa hier:

Markusplatz, 1., Tuchlauben 16, Tel. 533 41 36, Mo-Fr 7.30-19, Sa 8.30-19 Uhr, www.markusplatz.at

Paradebeispiel dafür, was man aus einem alten Café so alles machen kann - indem man es möglichst so belässt, wie es war: Szenehütte im positivsten aller Sinne, Sechzigerjahreambiente und frischer Esprit, toller Kaffee, tolles Gulasch, tolles Kaffeehaus.

Café im Schottenstift, 1., Schotteng. 2, Tel. 535 15 50, tägl. 7-24 Uhr.

Ehemaliges Café Haag, in den vergangenen zehn Jahren so allerhand, vergangenen September wieder als Kaffeehaus eröffnet: Nichtraucher, eher mainstreamig und auf Essen konzentriert, nicht überaus kultig, aber dafür umso erfolgreicher.

Café Engländer, 1., Postg. 2, Tel. 966 86 65, Mo-Sa 8-1, So & Fei 10-1 Uhr, www.cafe-englaender.com

1991 von Corbaci und Wukonigg vom mittelmäßigen Windhaag ins schillernde Engländer umgewandelt; Konkurs, schlimme Dinge in der Zwischenzeit, 2002 wieder fulminante Neueröffnung, seitdem eins der besten Lokale Wiens: Bar von Walter Pichler, erstklassige Küche - Engländer halt.

WEIN - Wegen Fastenzeit und so. Es gibt nämlich auch alkoholfreien Wein, sogar bio, da wird mittels Vakuumrektifikationsverfahren der Alkohol bei 28 Grad im Vakuum verdampft, übrig bleibt dann ein "Wein", der wie eine Mischung aus Almdudler und alkoholfreiem Bier schmeckt, also leider nicht sehr gut. Den "Vino Zero" gibt's in den Ausgaben Sauvignon blanc und Syrah, beides aus Südfrankreich, in Aachen entalkoholisiert.

Preis: E 11,90; Bewertung: 1/5 (übel), bei Biomarkt St. Josef, 7., Zollerg. 26.


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