Im Schatten seines Schattens

Kultur | Ulrich Tragatschnig | aus FALTER 09/07 vom 28.02.2007

KUNST II Die Grazer haben seinen "Uhrturmschatten" nach Seiersberg verscherbelt, wo er seither als Wahrzeichen über ein Einkaufszentrum wacht. Jetzt spiegelt Markus Wilfling seine Welten eben in Admont, Krems oder London.

Markus Wilfling stört gerne Sehgewohnheiten. Mit Schatten-oder Spiegelobjekten, die das einzig wirklich Zweidimensionale in der Welt materialisieren, Projektionen vergegenständlichen. In Graz ist es um den Künstler des Uhrturmschattens, dieser dunklen Verdoppelung des Grazer Wahrzeichens, die mehr als ein Jahr lang am Schloßberg unmittelbar neben dem Original drohte, nach 2003 wieder ruhig geworden. Zu seiner Kunst muss man derzeit reisen. In der neuen Galerie des österreichischen Kulturforums London können die Besucher die spiegelverkehrte Verdoppelung eines ganzen Raumes erleben, können wie Alice durch den - bei Wilfling allerdings nur scheinbaren - Spiegel treten, um sich anschließend über die eigene Wahrnehmung zu wundern. Ab 1. April wird im Stift Admont


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