Fernsehen

Medien | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 09/07 vom 28.02.2007

Die erste Folge der neuen ORF-Satireserie "Die 4 da" (hinter dem komischen Titel verbergen sich die Kabarettduos Henning & Steinhauer und Maurer & Scheuba) hinterließ gemischte Gefühle. Einerseits: gut ausgedacht, gut getextet, gut gefilmt, gut gespielt (grandios: Erwin Steinhauer als Portier im Katastrophenschutzbunker der Republik). Andererseits: erstaunlich wenig gelacht. Woran lag's? Vielleicht waren die vier Herren beim ersten Mal einfach zu verkrampft und zu musterschülerhaft satirisch korrekt, um wirklich komisch zu sein. Aber das ehrgeizige Konzept der Serie besteht ja darin, dass jede Folge ganz anders aussieht als die andere. Das lässt hoffen, könnte aber erst recht zum Problem werden: Funktionieren nicht gerade satirische Serien nach dem Prinzip der Wiederholung? Liegt nicht in der immer neuen Variation von gut eingeführten Standardsituationen die Kunst? Ein Paradebeispiel dafür, wie so etwas funktioniert, ist die relativ niveaulose und absolut großartige BBC-Serie "Little Britain", die blöderweise gleich nach "Die 4 da" läuft. Da habe ich, wie immer, sehr gelacht.


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