Musik aus Kanada

Rudel und Wölfe

Kultur | aus FALTER 09/07 vom 28.02.2007

In den letzten Jahren haben sich in Toronto und Montreal rührige Szenen gebildet und mit ihren zahlreichen Veröffentlichungen ein breiteres Bewusstsein für Musik aus Kanada geschaffen. Dank der wundervollen Kollektive Arcade Fire und Broken Social Scene blickt heute die halbe Popwelt gespannt und teils auch ein wenig neidisch ins Land mit der Ahornflagge. Der kanadische Musiker ist in der Regel ziemlich gemeinschaftlich drauf, widmet sich aber ebenso gern seinen Neben-und Soloprojekten: ein Rudeltier, das ab und zu den einsamen Wolf herauskehrt. Angesichts der weiten Wege im Flächenstaat - zwei Stunden Autofahrt, um aus einem Vorort zur Bandprobe anzureisen -, wird diese schizophren anmutende Doppelexistenz nur allzu verständlich.

Das umfangreichste Ensemble Kanadas hört auf den Namen Broken Social Scene. Die Gruppe um Kevin Drew und Brendan Canning hat mit "You Forgot It in People" (2002) eine der schillerndsten Indierockplatten dieser Dekade aufgenommen. Ihre Mitglieder fungieren


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