Good Night, and Bad Luck


Klaus Nüchtern
Kultur | aus FALTER 09/07 vom 28.02.2007

FILM Steven Soderbergh verbeugt sich mit "The Good German" vor dem Film noir. Und George Clooney sieht auch in Schwarzweiß sehr gut aus.

Das Warner-Bros.-Signet in trübem Schwarzweiß; ein heute unüblich schmales Filmformat; Ruinen wie aus "Germania anno zero"; Trümmerfrauen und Besatzungssoldaten wie aus alten Wochenschauen. Einzig der satte, in makellosem Dolby-Sound aus den Lautsprechern fließende Streicherklang (Musik: Thomas Newman) fügt sich nicht der aufwendigen Ärmlichkeit des Retrostylings, für das sich Steven Soderbergh für seinen jüngsten Film entschieden hat. "The Good German" führt uns in das zerbombte Berlin des Juli 1945, während der Potsdamer Konferenz. Der amerikanische Kriegskorrespondent Jake Geismer (George Clooney) soll davon berichten, sucht aber, wie wir später erfahren werden, hauptsächlich seine alte Berliner Flamme Lena, die sich indes etwas mit Geismers Fahrer, Corporal Tully, angefangen hat.

Ganz im Stil des Film noir, den Soderbergh und Kameramann

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