"Der Oasch des Austropop"


Wolfgang Kralicek

Kultur, FALTER 09/07 vom 28.02.2007

MUSIK & THEATER Der Wiener Liedermacher Heli Deinboek hat eine Posse mit Gesang geschrieben, in der er einen Zauberer spielt. In Wirklichkeit kann er nicht zaubern. Porträt eines Antistars.

Andere Wiener Musiker treten in seinem Alter nur noch in der Stadthalle auf. Der 52-jährige Heli Deinboek hat sein letztes Album im intimen Rahmen des u.s.w.-Beisls in der Laudongasse eingespielt. Andere haben mindestens eine millionenschwere Musicalproduktion und einen hochnotpeinlichen Kokainprozess hinter sich. Heli Deinboek hat höchstens hin und wieder einen Rausch, und sein erstes Bühnenstück wird nicht in einem schicken Musicaltempel, sondern im abgefuckten 3raum-Anatomietheater aufgeführt. Es handelt sich auch nicht um ein Musical, sondern um eine im Geiste Nestroys gehaltene "Posse mit Gesang".

"Schwindlig oder Die Lust auf mich" heißt das Werk, in dem Heli Deinboek höchstpersönlich die Hauptrolle spielt. Er gibt einen müden, grantigen Zauberer namens Schwindlig, der die Zauberei längst

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