Schrei nach Farbe


Matthias Dusini
Kultur | aus FALTER 09/07 vom 28.02.2007

KUNST Hübsch, teuer und theoriefrei: Kein anderes Genre symbolisiert den Kunstmarktboom so unmittelbar wie die Malerei. Ist das Geld an allem schuld?

Die Dorfpolizistin Marge Gunderson macht sich Sorgen. Sie ist schwanger und muss dennoch raus in den Schnee, um einen Mörder zu jagen. Und was macht ihr Mann? Er sitzt im Wohnzimmer und malt wie versessen an einem Eichhörnchen, nimmt er doch an einem Wettbewerb für eine 5-Cent-Briefmarke teil. Spielte der Film "Fargo" (1996), dem diese Familienszene entnommen ist, in der Gegenwart, würde das Setting etwas anders ausschauen. Dann hätte Mister Gunderson hinter dem Haus ein großes Atelier und würde seine Tierbilder in einer New Yorker Galerie verkaufen.

So ähnlich wie der britische Maler Mark Fairnington, der mit der Virtuosität eines Malers des frühen 19. Jahrhunderts Vögel und Käfer abmalt. Das mag für die Illustration von Schulbüchern oder das Porträtieren von Rennpferden nützlich sein. Warum aber werden seine Tierchen auf Kunstmessen

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