Bilderbuch

Kultur | aus FALTER 09/07 vom 28.02.2007

Die Bilderfindungen der Romantik sind alles andere als naturgetreue Abbilder der sichtbaren Landschaft. Der Maler Caspar David Friedrich (1774-1840) schuf in der Epoche nach der Aufklärung Bilder für die existenzielle Verunsicherung jener Zeit. Friedrichs Malerei erkundet, welche Möglichkeiten des Standhaltens es in politisch unruhigen Zeiten und angesichts der Vorstellung eines gottlosen Universums geben könnte. Der Katalog "Caspar David Friedrich. Die Erfindung der Romantik" geht der doppelten Wirkung von Verstörung und Tröstung seiner Malerei nach und stellt die neuesten Forschungserkenntnisse zu dessen Kompositionsmustern vor. Profunde Essays von Spezialisten wie Werner Hofmann sind in dem schönen Band ebenso zu finden wie detaillierte Beschäftigungen mit den verschiedenen Werkblöcken und-phasen des wohl deutschesten aller deutschen Künstler.

Hubertus Gaßner: Caspar David Friedrich. München 2006 (Hirmer). 384 S., E 39,90 / N. S.


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