Kein bisschen blöd

Politik | Christian Neumayr | aus FALTER 10/07 vom 07.03.2007

ARBEITSLOS Sinnlose AMS-Kurse haben sie satt. Ebenso, dass andere sie für blöd und träge halten. Bei Amsel packen jetzt Arbeitslose selbst an.

Neun Mal hat mich das Arbeitsmarktservice schon in Bewerbungstrainings geschickt", sagt Ronald Hammer. Das eine Training war vom anderen kaum zu unterscheiden, geholfen hat es dem 58-Jährigen nicht. Mittlerweile hat der ehemalige Metallarbeiter um Berufsunfähigkeitspension angesucht. Zum Arbeitslosen-Stammtisch im Café Sorger am Südtirolerplatz geht er trotzdem. Eigentlich ist der erste Stock nach 17 Uhr bereits geschlossen, die Arbeitslosen sind unter sich und das ist gut so, denn in der Öffentlichkeit deklariert sich keiner gern als arbeitslos. "Arbeitslose und sozial Schwache werden oft von vornherein als gescheitert, träge und ein bisschen blöd erachtet", erklärt Wolfgang Schmidt.

Er ist Mitinitiator des Vereins Amsel, die Abkürzung steht für "Arbeitslose Menschen suchen effektive Lösungen". Zumindest effektivere, als sie das AMS


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