Das Medium im Medium

Kultur | Ulrich Tragatschnig | aus FALTER 10/07 vom 07.03.2007

KUNST Die Ausstellung "Abstracts of Syn" im Medienturm zeigt die Früchte eines Artist-in-Residence-Programms zur Förderung intermedialer Gegenwartskunst.

Jetzt ist es gewissermaßen amtlich: Was die Medienkunst an Selbstbespiegelung hervorbringt, gehört im Sinne einer Moderne-Renaissance zu den aktuellsten Problemlagen zeitgenössischen Kunstschaffens. Schließlich fragt ein dieser Tage erschienenes Theoriemagazin zur zwölften documenta in Kassel, die heuer unter der Leitung von Roger M. Buergel stattfinden wird, ob die (selbstbezügliche) Moderne unsere Antike sei.

Der Medienturm könnte dies auf recht breiter Basis bestätigen: "Medienkunst ist Kunst, die sich mit Medien auf Medien bezieht", resümiert zum einen Marc Ries im eben erschienenen Kompendium "Crossmedia", das die in den Jahren 2000 bis 2005 realisierten Projekte des Kunstvereins Medienturm in aller Kürze vorstellt. Zum anderen gelingt das mühelos im Rückblick auf die insgesamt 18 synästhetischen Audio-Visionen, die über


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