Studieren im Blaumann

Kultur | Thomas Wolkinger | aus FALTER 10/07 vom 07.03.2007

DENKMALPFLEGE In der Brucker Minoritenkirche proben Studierende und Lehrlinge die Zusammenarbeit. Ganz ohne Kirchturmdenken.

Es gehört sonst nicht gerade zum Unialltag, dass sich Studierende zum Zwecke des Wissenserwerbs den Blaumann überstreifen und sich durch brüchiges Mauerwerk graben müssen. Den Erkenntnisgewinn kann es aber durchaus fördern, wie das vom Brucker Kunsthistoriker und früheren Galeristen Florian Hell gemeinsam mit Elisabeth Sobieczky und Julia Feldtkeller konzipierte "Projekt Minoritenkirche" zeigt. Ein Semester lang haben sich 22 Kunstgeschichtestudenten intensiv mit der seit Jahrzehnten langsam verfallenden ehemaligen Minoritenkirche "Maria im Walde" mitten in Bruck befasst, haben sich durch vier Archive gewühlt, Dokumente aus dem 17. Jahrhundert transkribiert, aus Baurechnungen rekonstruiert, wann der Dachstuhl eingestürzt ist und wann die gotischen Fresken zuletzt renoviert wurden, und haben gelernt, was die Pfarre einst, als dort noch Messen gefeiert wurden,


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