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Kultur | Hermann Götz Und Gregor Schenker | aus FALTER 10/07 vom 07.03.2007

Fest steht: Wenn Ernst M. Binder nach zwanzig Jahren forum stadtpark theater/drama graz ein zweites Mal "Magic Afternoon" (bis 30.3.) inszeniert und im Publikum lauter Leute sitzen, die damals dabei waren - vor zwanzig Jahren sowieso und zum Teil auch vor noch einmal zwanzig Jahren zur Zeit der Entstehung von Wolfgang Bauers Erfolgsstück -, dann hat ein Rezensent, der 1987 noch nicht einmal im Stimmbruch war, wenig zu melden. Aber auch ohne Vergleich zur legendären Vergangenheit ist zu spüren, dass sich Binder um dezente Übersetzung in die Gegenwart bemüht: Rudi Widerhofer ist als Charlie ein längst nicht mehr junger Möchtegerndichter, dessen grandiose, selbstentblößende Komik ("I'm a Sex Machine") wirklich weh tut. Durch den Altersunterschied zu Birgit (Ninja Reichert) verrutscht auch das verkrachte Verhältnis der beiden ins Tragische. Konkrete Aktualisierungen bemüht Binder bei der Aufzählung von Beisln, Büchern und Bands, mit der Bauer die Oberflächenfixierung späterer


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