"Ich mache keine Umwege"

Politik | Julia Ortner Und Nina Weissensteiner | aus FALTER 10/07 vom 07.03.2007

FRAUEN Ministerin Doris Bures arbeitet lieber mit Frauen, schwärmt von Frauensoli und nennt Stutenbissigkeit einen Mythos.

Die Visitenkarten sind gerade im Druck, die Türschilder noch alle weiß, die Prunkräume derzeit spartanisch möbliert: Im Gegensatz zu anderen rot-schwarzen Kollegen wurde Doris Bures erst vergangene Woche angelobt. Bevor die 44-jährige Sozialdemokratin ins Palais Dietrichstein einziehen konnte, war eine Änderung des Bundesministeriengesetzes nötig. Denn unter Schwarz-Blau-Orange gab es kein eigenes Frauenressort mit Portefeuille. Den neuen Job bekam die Wienerin wohl auch für ihre Verdienste während der harten Oppositionsjahre. Die langjährige Weggefährtin von Kanzler Alfred Gusenbauer trat vor sieben Jahren als Bundesgeschäftsführerin an, um die damals finanziell marode SPÖ zu sanieren - dabei eckte die gelernte Zahnarztassistentin und Wohnrechtsexpertin auch oft bei den Genossen an und handelte sich den Ruf einer forschen, mitunter undiplomatischen Parteiarbeiterin


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