Alles muss raus

Politik | Matthias G. Bernold | aus FALTER 10/07 vom 07.03.2007

STRAFVOLLZUG Justizministerin Maria Berger will die Zahl der Häftlinge senken und stößt dabei auf Widerstand. Dabei sind die meisten Reformen schon längst im Gang.

Wir sind seit drei Jahren mit 25 Prozent überbelegt", stöhnt Josef Gramm, der Leiter der größten österreichischen Justizanstalt, jener in der Josefstadt. "Sozialräume müssen wir als Hafträume nützen. Wo vier Gefangene untergebracht sein sollten, haben wir bis zu acht Personen." Ähnlich wie im "Landl", wo derzeit knapp über 1200 Häftlinge leben, ist die Lage in Österreichs übrigen Justizanstalten: Mehr als 9000 Häftlinge sind es im Moment. Im Jahresschnitt 2006 saßen 8639 Menschen hinter Gittern - ebenso viele wie vor den Strafrechtsreformen der 1970er-Jahre.

Es ist an der Zeit, die überfüllten Gefängnisse zu leeren. Wie die Minister vor ihr formuliert Maria Berger (SPÖ) ihre Vorschläge. Gegen viele ihrer vergangene Woche skizzierten Maßnahmen - Ausbau der bedingten Entlassungen, Abschieben statt Einsperren,

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