Kommentar

Weltkunst aus dem Anzengruber

Kultur | Matthias Dusini | aus FALTER 10/07 vom 07.03.2007

Documenta-Chef Roger M. Buergel rief, und die Kunstredakteure der deutschen Feuilletons kamen. In der Secession fand letzte Woche die Präsentation einer in Hinblick auf die Kasseler Großausstellung im kommenden Sommer konzipierten Zeitschriftenreihe statt (siehe Artikel auf Seite 20). Den versammelten Journalisten wollte Buergel die Frage beantworten: "Wie erlangt die documenta Kenntnis von der Welt?" An die hundert Zeitschriften aus aller Welt schickten Beiträge an den Zeitschriftenherausgeber Georg Schöllhammer, damit ja die Weltläufigkeit des Weltkunstunternehmens garantiert sei.

Die Zeitschrift mit dem Titel Modernity? suggeriert ein auf Partizipation ausgerichtetes kuratorisches Verständnis. Statt der Laune eines Großkurators ("er liebt mich, er liebt mich nicht") scheint der Selbststeuerungsprozess lokaler Demokratieöffentlichkeiten im Vordergrund zu stehen. Blickt man dagegen auf die handelnden Personen, schrumpfen die Vereinten Nationen des künstlerischen Undergrounds auf


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