Ohren auf!

Austro-Klingklang

Kultur | Gerhard Stöger | aus FALTER 10/07 vom 07.03.2007

Der melodieselige Wiener Elektroniker Bernhard Fleischmann macht mit "Melancholie/Sendestraße" (Morr/Soul Seduction) zwei knapp fünfzigminütige Auftragsarbeiten auf Tonträger zugänglich, was zum kleinen mathematischen Phänomen führt, dass zwei CDs im Kombipack doch nur ein halbes neues Album ergeben. "Melancholie", letzten Herbst im Rahmen der Berliner Ausstellung "Genie und Wahnsinn in der Kunst" entstanden, setzt auf lebensbejahende Schwermut und gewinnt durch den Einsatz von Cello und Bandoneon noch zusätzlich an Atmosphäre; "Sendestraße" - 2003 fürs Ö1-Kunstradio produziert und der Beschäftigung mit Franz Schubert verpflichtet - kombiniert rhythmisierte Störgeräusche mit klassischen Pianoklängen.

Als Kooperationspartner des Allroundkünstlers Paul Divjak ist Fleischmann auch auf dessen Mini-CD "Rauschgold" (Konkord/Hoanzl) vertreten. Divjak folgt dem Motto "Geringer Mitteleinsatz, große Wirkung" und erweist sich in sieben assoziativ betitelten Stücken ("Unter der Decke",


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