Günters Erben

Kultur | Sebastian Fasthuber | aus FALTER 10/07 vom 07.03.2007

MUSIK Das Wiener Label Nonvisualobjects von Heribert Friedl und Raphael Moser lotet den Minimalismus aus und will damit die Stille wieder erträglich machen.

Am Anfang steht das Nichts. Mit Stille oder kaum wahrnehmbaren Geräuschen beginnen die meisten Veröffentlichungen des jungen Wiener Labels Nonvisualobjects (kurz: NVO). Langsam schälen sich dann Sounds heraus und werden in langen Stücken von verschiedenen Seiten unter die Lupe genommen. Um am Ende wieder abzuschwellen und zu versiegen.

"Man muss unsere CDs sehr bewusst hören", sagt der Musiker und bildende Künstler Heribert Friedl, der NVO zusammen mit dem bildenden Künstler und Grafiker Raphael Moser betreibt. "Man ist heute völlig anders konditioniert, man erträgt die Stille nicht mehr. Es ist anfangs eine Anstrengung damit verbunden, sich in diese Musik einzuhören. Aber es ist eine absolute Befriedigung, wenn sich in so einem minimalen Bereich plötzlich eine Weite auftut."

NVO veröffentlicht Nischenklänge, die innerhalb


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige