Bilderbuch

Kultur | aus FALTER 10/07 vom 07.03.2007

Obwohl ein Hauptakteur der schillernden New Yorker Szene, wird Andy Warhol immer wieder als extrem verschlossener, schweigsamer Mensch beschrieben. "Ich wäre gerne eine Maschine", hat der Künstler, dessen Bilder technisch gefertigt wurden, wiederholt verkündet. Als Kommunikationsmittel diente Warhol die Kamera, die er neben seinem Aufnahmegerät am liebsten betätigte und bei jeder Gelegenheit mit sich trug. Der fette Band "Warhol's World" mit unveröffentlichten Fotografien aus dem Nachlass zeigt nun, dass der Künstler sich vor allem für Menschen interessierte. Die versammelten Porträts wirken wie ein Tagebuch einer untergegangenen Party-Ära, in dem Celebrities wie Bianca Jagger, Sylvester Stallone oder Grace Jones nicht gerade vorteilhaft aussehen. Schade nur um die billige Gestaltung des Buchs. Warhol's World. Göttingen 2006 (Steidl). 320 S., E 30,90 / N. S.


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